Montag, 23. November 2015

Rezension - "Die Mitte der Welt" von Andreas Steinhöfel

Bildrechte liegen beim Fischer Verlag





Titel: Die Mitte der Welt 
Autor: Andreas Steinhöfel
Verlag: Fischer Verlag
ISBN: 3 596 14496 5
Seitenzahl: 459 Seiten
Preis: 8,90 Euro (Taschenbuch) oder 18,90 DM wie es lustigerweise auf meiner Ausgabe steht :P
Veröffentlichung: August 2000



"Was immer ein normales Leben auch sein mag - der siebzehnjährige Phil hat es nie kennen gelernt. Zusammen mit seiner Zwillingsschwester Dianne und seiner selbstbewussten Mutter Glass wohnt er in einer alten Villa am Rande der Stadt. Und fast täglich sieht er Annie, die verrückte Alte mit den roten Schuhen, Wolf, seinen Mitschüler mi den Narben auf der Seele und natürlich Nicholas, den Unerreichbaren, in den sich Phil unsterblich verliebt. - Ein packender, kunstvoll geschriebener Roman über das Leben eines Heranwachsenden, der Erwachsene und Jugendliche gleichermaßen begeistert."

Procrastination, du süße Versuchung ♥ 
Während ich hier Zeile um Zeile schreibe, sollte ich eigentlich Zeile um Zeile meiner Bachelorarbeit schreiben. Yay me! 

Ich möchte euch dieses Buch aber nicht vorenthalten. Ich habe es Weihnachten 2014 von meiner lieben Freundin und Buchclub- Schwester Kati geschenkt bekommen. Ich glaube ich bin mit den falschen Erwartungen an das Buch ran gegangen, denn viele meiner Goodreads Freunde hatten es gelesen und hoch gelobt und ich war dann sehr beeinflusst und habe erwartet, dass dieses Buch mein Leben verändert.

Und bin dann erstmal gefallen. Ich konnte es irgendwie nicht richtig greifen. Wisst ihr was ich meine? Ja ihr lest es und alles und eigentlich ist es ganz schön und unterhält euch auch aber, was will der Autor damit sagen? Das habe ich mich lange gefragt.

Dieses Buch ist wie einschlafen.. man sinkt ganz langsam hinein wie Treibsand bis es einen wohlig umschlingt und nicht mehr loslassen will. Wenn man es weg legt ist es wie ein Traum, bei dem man gleich wieder einschlafen will um es weiter zu träumen. 

Ach ich fühle mich heute ganz philosophisch ^^. Ne Spaß bei Seite.  So hab ich mich gefühlt. Ich habe gar nicht gemerkt wann dieses Buch mir so ans Herz gewachsen ist, doch irgendwann war es einfach so. 

"Vielleicht kämpfen wir alle gegen Windmühlen." - Phil

Der einfühlsame Phil erlebt eine sehr einsame Kindheit und Jugend, denn seine Mutter wird durch ihr freizügiges Liebesleben im Ort gemieden, so dass er und seine Zwillingsschwester ebenfalls geächtet werden. Die "Hexenkinder" wie die Dorfbewohner sie liebevoll nennen haben eigentlich nur sich, bis sich die Zwillingsschwester ebenfalls von ihm abwendet. Irgendwie besteht auch zwischen Glass, der Mutter, und seiner Schwester ein Konflikt den er nicht versteht, denn die beiden reden nicht mit ihm. Und als er sich in den Jungen Nicholas verliebt, fangen die Konflikte erst recht an. 

"Ihr Lachen steigt in den Himmel wie eine Silvesterrakete" - Phil

Ich habe "Anders" von Andreas Steinhöfel gelesen. Dieses komische Buch hat einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen. Ich liebe seine bildliche Sprache, und das finde ich auch hier in diesem Buch wieder. Sie ist wunderschön und berührt mich sehr. 

"Die Luft gerinnt zu flüssigem Glas und wirft Wellen" - Phil  




Fazit: Ein wunderschönes Buch, sehr bildlich geschrieben. Eine Geschichte über junge Liebe, über gesellschaftliche Vorurteile, über die Offenheit der eigenen Sexualität und auch der anderen, über Konflikte zwischen Mutter und Kind - lest es! 


1 Kommentar:

  1. Ich glaube, ich habe einmal ein Messedisplay mit dem Cover bei uns in der Buchhandlung gesehen ... Jedenfalls kommt mir das Motiv bekannt vor :). Die Geschichte klingt aber auch nicht ohne, obwohl ich normalerweise solche Bücher nicht lese, werde ich jetzt einmal eine Ausnahme machen, weil mir deine Beschreibung sehr gut gefällt!

    Liebe Grüße
    Luna

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