Montag, 14. März 2016

Rezension - "Der Glasmurmelsammler" von Cecelia Ahern

Hallo und willkommen zur nächsten Rezension :)


Titel: Der Glasmurmelsammler
Autor: Cecelia Ahern
Verlag: Fischer Krüger Verlag 
ISBN: 978 3 8105 0152 3
Seitenzahl: 339 Seiten
Preis: 19,95 Eur (Gebundene Ausgabe) 
Veröffentlicht: 2015

"Wie gut kennen wir die Menschen, die wir lieben? Als Fergus einen Schlaganfall hat, vergisst er fast alles aus seinem Leben. Da findet seine Tochter Sabrina seine Glasmurmelsammlung, von der er ihr nie etwas erzählt hat. In der Sammlung fehlen wertvolle Stücke, und Sabrina macht sich auf die Suche nach ihnen. Es stellt sich heraus, dass Fergus noch viel mehr Geheimnisse hatte, und alle scheinen sie mit den schillernden Kugeln verbunden zu sein. Doch wenn ihr Vater nicht der Mann ist, für den sie ihn gehalten hat - was bedeutet das für Sabrinas eigenes Leben?"




Ich arbeite derzeit sehr aktiv an meinem SuB- Abbau und lese sieben Bücher gleichzeitig, habe aber beschlossen dieses 'gleichzeitig lesen' auf drei Bücher gleichzeitig zu reduzieren. Nun bin ich bei fünf Büchern gleichzeitig und habe den Fehler gemacht mit meinem Freund den kompletten Sherlock Holmes zu lesen, was gar nicht so einfach ist, weil der Herr sich nie an den Rest erinnern kann und ich dann wieder einige Seiten vorblättern muss. Wir werden nie fertig, das Buch hat ca. 1 Billion Seiten (mindestens) ^^. 

Aber ich lese gerne vor. Deswegen ist das nicht schlimm. Zudem lese ich gerade noch einen weiteren Wälzer von ca. 900 Seiten, den ich hier in kürze Rezensieren werde. Seid gespannt.

Ich hatte das Glück, dass ich in letzter Zeit immer gute Bücher lesen durfte. Es gab auch schon eine absolute Pechsträhne, in der ich drei Bücher hintereinander hatte, die ich absolut gehasst habe. 




Der Glasmurmelsammler gehört definitiv NICHT zu diesen Büchern. Wer meinen kleinen Blog regelmäßig liebt, weiß, dass ich Cecelia Ahern absolut liebe. Ich lese alles von ihr und bekomme jedes Jahr zum Geburtstag oder/und zu Weihnachten mindestens einen Cecelia Ahern, oder einen Jojo Moyes (die ich mindestens genauso liebe wie Cecelia). Diese beiden Frauen haben eine Art zu schreiben, die total einfühlsam ist und mich absolut fasziniert. Ich lese so gerne ihre Bücher, und hoffe sie werden noch viel, viel, viel, viel, viel, viel mehr schreiben!

Ich habe jetzt sogar heraus gefunden, dass eine Freundin von mir die beiden Autorinnen genauso liebt wie ich und nerve sie jetzt schon die ganze Zeit. "Hast du schon gesehen es gibt bald ein neues Buch!?" "Das neue Buch von Jojo ist raus!!!" "Arrghhhhhhh kjsdksjfkjsldkfskdlfjsf Cecelia Ahern!!". Falls Du das hier liest - es tut mir Leid :D Aber:


:) 


Zurück zum Glasmurmelsammler: Eine Geschichte zweier Menschen, dem Vater und der Tochter, die sich durch die vergessene Leidenschaft des Vaters erst richtig kennen lernen. Sabrina's Vater Fergus erleidet einen Schlaganfall und muss ins Pflegeheim. Er vergisst große Teile seiner Vergangenheit, kann sich an vieles nicht erinnern. Eines Tages wird ein Paket für ihn im Heim abgegeben. Die Heimleitung ruft Sabrina an, sie öffnet das Paket und findet hunderte von Murmeln, wertvolle Murmeln, sortiert und beschriftet in der Handschrift ihres Vaters - eine Glasmurmelsammlung. 

Wem gehören die Murmeln? Wo kommen sie her? Sabrina begibt sich auf ein Abenteuer in die Vergangenheit ihres Vaters und lernt somit sich und ihn aus einer ganz anderen Perspektive kennen. 




Das Buch wechselt in der Zeit, sowie in der Erzählperspektive, zwischen Sabrina und Fergus hin und her. Manchmal ist es schwierig zu verstehen um wen es sich gerade handelt, aber man hat den Dreh bald raus. Während sich Sabrinas Sicht immer im Hier und Jetzt befindet, befindet sich Fergus in der Vergangenheit und erzählt chronologisch von seiner Kindheit bis zum jetzigen Tag nach und nach seine Geschichte. 


"Mein Gedächtnis lässt sich in drei Kategorien einteilen: Dinge, die ich vergessen möchte. Dinge, die ich nicht vergessen kann und Dinge, von denen ich nicht mehr weiß, dass ich sie vergessen habe, bis ich durch irgendwas an sie erinnert werde." 


Eine Geschichte über das Älterwerden, das Vergessen, die Familie, die Liebe zu anderen Menschen, die Leidenschaft zu einer bestimmten Sache. Kennt man die Menschen die man liebt wirklich? Wie sind sie zu diesen Menschen geworden? Wie ist ihre Geschichte?

Ich mochte Fergus. Und ich konnte ihn mir immer bildlich vorstellen, habe mit ihm gelitten und gelacht. Seine Geschichte ist so bildhaft erzählt. So lückenlos und verständlich durchdacht. Und irgendwie mochte ich Sabrina. Eine Mutter von drei Kindern, in einem öden Job, entdeckt durch Zufall eine Seite ihres Vaters die sie erst einmal kennen lernen muss, um sich danach zu entscheiden ob sie sie auch lieben kann. 




Viele Cecelia-Fans haben dieses Buch kritisiert. Es ist keine typische Cecelia-Lovestory, die dir den Atem nimmt und wo Du am liebsten auf dem Boden liegen und heulen willst, weil sie dein Herz in eine Billion kleine Stücke zerrissen hat, um es danach wieder zusammen zu kleben. 




Viele denken, dass Cecelia versucht einen neuen Weg einzuschlagen. Ich finde das nicht schlimm. Wieso auch? Lass die arme Frau doch mal was Neues ausprobieren! Ich mochte das Buch, auch wenn es nicht mein allerliebstes Cecelia Ahern- Buch ist. So hat es doch seinen eigenen Charme und hat mich auf seine eigene Art und Weise berührt. 




Fazit: Eine sehr schöne Vater-Tochter Geschichte darüber, dass jeder Mensch eine geheime Seite hat. Darüber, dass man sich auch nach langer Zeit neu kennen und lieben lernen kann. Über Zusammenhalt, über die Dinge die uns prägen und die uns beeinflussen. Und über Abenteuer, die plötzlich kommen und gehen und uns verändern auf ihre eigene Art und Weise.




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